Sonntag, Mai 12, 2013, 20:25 - Before You Die, Cosas Queridas, Culinaria & Wine, Música
Tango auf Bestellung – inklusive Schnupperstunde, Empanadas und Rotwein
Bei Tango denken die meisten automatisch an Buenos Aires, Argentinien. Aber auch Montevideo, die kleinere Schwester am anderen Ufer des Rio de la Plata, in Uruguay, hat seine eigene interessante Tangoszene und –geschichte. “La Comparsita”, eine Milonga von Gerardo Matos Rodríguez, ist ein gutes Beispiel für Tango vom Feinsten aus Uruguay. Spätestens der Regisseur Carlos Saura hat diese Milonga in seinem Film “Tango” (1998) unsterblich gemacht.
Der Schnupperkurs in Hamburg in der Sprachschule Prolinguis beginnt mit einer kleinen theoretischen Einführung in die Geschichte und Besonderheiten des Tango, einer Fotoausstellung über Montevideo.
Duftende Empanadas und Wein aus Uruguay
Zwei Profi-Tänzer interpretieren “La Comparsita” und zeigen, wie perfekt Tango nach Jahren harter Arbeit aussehen kann. Doch was für die Teilnehmer vor allem zählt, ist die Freude. Neue Menschen, andere Kultur, Selbsterfahrung. entspannte Kommunikation. Im hinteren Teil des Saals warten bereits duftende Empanadas und Weine auf dem Büffet...
Tango-Events für Unternehmen und Kultureinrichtungen
Victor Ruiz organisiert solche Tango-Events maßgeschneidert. Für Sprachschulen, Kultureinrichtungen oder Unternehmen, die ihren Mitarbeiten oder Kunden einmal etwas Außergewöhnliches bieten möchten. Ruiz kommt ursprünglich aus Uruguay. Vor vielen Jahren kam er zum Studium der Literatur und Linguistik zunächst nach Italien, dann nach Hamburg, wo er heute als freier Kulturvermittler und Projektmanager sowie als Sprachlehrer (bei Prolinguis) arbeitet. Eine seiner Spezialitäten sind die Tango-]Events. ... in Verbindung mit Tango-Geschichte und Köstlichkeiten aus Uruguay. "Die Argentinier vermarkten den Tango stets als nationales Kulturgut", so Ruiz, "aber Tango ist weder argentinisch noch uruguayisch. Es ist einfach Tango."
Weitere Infos und Buchungen unter torruiz@hotmail.com oder mobil +0151 5779.7197
Foto: Wieso eigentlich immer Buenos Aires? Montevideo ist auch sehr schön – und ebenso tango-affin. Hier der historische Fischmarkt (Photo Credit: Mercado del Puerto)

Szene aus dem Film "Tango" von Carlos Saura:
http://www.youtube.com/watch?v=W8Ud0PS0H_k&list=PL691E55651C8FF0F1[/url




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Donnerstag, November 1, 2012, 18:36 - Culinaria & Wine

Rodolfo Guzman mag es eher bodenständig: "Es geht um Produkte, nicht um Techniken."
“Wir kochen mit Zutaten, die Sie wahrscheinlich noch niemals im Leben probiert haben”, sagt Rodolfo Guzman, Küchenchef des chilenischen Restaurants “Borega” in Santiago. Der Spitzenkoch will die chilenische Küche erneuern – und lässt sich dabei von der kulinarischen Geschichte des Landes inspirieren, und von dem Wissen der Mapuche, Chiles Ureinwohnern. So verwendet er außschließlich endemische Zutaten, also alles, was in Chile selbst wächst. Ob Pilze aus den Anden, Maquí-Beeren aus Patagonien oder Jakobsmuschlen aus dem Pazifik. “Unsere Küche provoziert”, so Guzman am Rande eines Galadinners In Hamburg, seiner Deutschland-Premiere.
Vor knapp fünf Jahren eröffnete der gelernte Biochemiker sein Restaurant in Santiago. Der Anfang war schwer. “Wir haben eine Durststrecke hinter uns, und ich hatte zwischendurch auch schon mal überlegt, mit dem Restaurant wieder aufzuhören”. Doch vor rund einem Jahr, als ausländische Gastrokritiker auf sein ungewöhnliches Konzept aufmerksam wurden, gelang ihm auch in Chile der Durchbruch. Mit Maquí-Beeren auf Jakosbsmuscheln und Roter Beete, oder Eis mit echten Veilchen.
Die kulinarische Szene in Chile entwickelt sich derzeit sehr stark. Viele Jahre lang kopierten die Küchenchefs zumeist Vorbilder aus Europa und den USA. Doch in den vergangenen Jahren, mit einer signifikant wachsenden Wirtschaft, ist auch das nationale Selbstbewusstsein in punkto Kulinaria gewachsen.
Chile verfügt über 23 von 24 Klimazonen auf unserem Globus, Früchte, Gemüse und Meerestiere gibt es in reichhaltiger Auswahl und guter Qualität in dem langen, schmalen Landstrich. “Anders als in Europa kennen wir noch gar nicht alles, was hier wächst und vorkommt”, so Rodolfo Guzman. Woche für Woche reist er mit seinem Team durch das Land um Beeren und Pilze zu sammeln. Ob in den Anden, in Patagonien oder in der Atacama-Wüste.
Im Borago gibt es ein ständing wechselndes “Menu Endémica”, in dem die saisonalen Produkte verarbeitet werden, und zwar nur solange sie in der Natur zu finden sind.
http://www.youtube.com/watch?v=Ga-vASl0APs
http://www.borago.cl
Dienstag, Januar 17, 2012, 16:26 - Kultur & Lektüre
Elsa Osorio. Foto: Suhrkamp.
Einem breiteren deutschen Publikum bekannt wurde die Schriftstellerin Elsa Osorio aus Argentinien, Jahrgang 1952, durch ihren Roman "Meine Name ist Luz" (auf deutsch erschienen 2000), in dem eine junge Frau die schmerzhafte Geschichte der Zwangsadoption in der argentinischen Militärdiktatur aufarbeitet.
Nun stellt die Schriftstellerin aus Buenos Aires, die auch viele Jahre in Madrid lebte, ihr neuestes Werk vor, "Die Capitana" (Insel Suhrkamp, Dezember 2011), und zwar im Berliner Instituto Cervantes (Dienstag, 24. Januar, 19.30 Uhr – Lesung und Gespräch auf Spanisch und Deutsch).
Den historischen Hintergrund der Geschichte bildet der bevorstehende spanische Bürgerkrieg 1936. Protagonistin ist die argentinische Kommunistin Mika Etchevéhère, die sich dem bewaffneten Widerstand angeschlossen hat, um gegen Francos Truppen zu kämpfen. Mit der "Capitana" lässt die Autorin eine Figur der realen Geschichte wiederauferstehen und erzählt viel aus der europäischen Geschichte des Faschismus.
Beitrag Deutschlandradio:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1626586/
Website Elsa Osorio:
http://www.elsaosorio.com/
Freitag, Oktober 14, 2011, 13:09 - Música

Ein Bild aus früheren Tagen – anno 1976. Zu der Zeit lebte die chilenische Gruppe wegen des chilenischen Putsches in Argentinien, später, bis 1981, in Frankreich.
In alter Frische: Am Sonntag, 16. Oktober, ist die chilenische Musikgruppe (gegründet 1963!) während ihrer Europatournee in Berlin zu Gast (19 Uhr, Haus der Kulturen der Welt). Genau 30 Jahre ist es her, dass die unverwüstliche Anden-Rock-Combo ihr legendäres Album "Alturas de Macchu Piccu" (Auf den Höhen von Macchu Piccu) vor der Kulisse der imposanten Inka-Ruinenstadt in Peru einspielte.
Die (jahrhundertelang verschwundene) Ruinenstadt war erst im Jahre 1911 von einem US-amerikanischen Archäologen wiederentdeckt worden. Mitte der 40er Jahre des 20. Jahrunderts schließlich besuchte der chilenische Schriftsteller und Nobelpreisträger Pablo Neruda diese imposante Inkastadt (Cuzco). In seinen mythischen Versen und Gesängen verarbeitete er seine Eindrücke, die wiederum in oben genanntem Album von Los Jaivas musikalisch einflossen.
Die Veranstaltung am Sonntag wird begleitet von einem weiteren, noch lebenden Nobelpreisträger, Maria Vargas Llosa, der an dem Festakt teilnehmen wird.
Los Jaivas: http://www.losjaivas.net/
Haus der Kulturen der Welt: http://www.hkw.de/de/index.php
Macchu Piccu: http://www.slideshare.net/04021994/macchu-piccu-3044263
Donnerstag, September 1, 2011, 08:06 - , Kultur & Lektüre
Neues chilenisches Kino: Ab kommendem Montag, 5. September, zeigt das Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz wöchentlich jüngere Produktionen aus dem Andenland. Auftakt bildet "Post Mortem" von Regisseur Pablo Larrain. Der preisgekrönte Film befasst sich mit der Militärdiktatur. Schauplatz ist das Leichenschauhaus des Militärkrankenhauses von Santiago, wo nach dem Tag des Putsches Dutzende von Leichen untergebracht werden müssen. Statt sich für die Herkunft der Leichen zu interessieren, verliebt sich der Protagonist in seine Kollegin – und wird auf diese Weise in die Politik des Landes involviert. Auch im Programm: "El Mocito" ist die Geschichte über Pinochets Dienstjungen, der sich als Erwachsener seiner Biografie stellt. – Aber auch eine romantische Komödie, abseits von Vergangenheitsbewältigung, wird gezeigt. Die Filmreihe, die in Zusammenarbeit mit der Chilenischen Botschaft und dem Instituto Cervantes entstand, läuft bis zum 28. September.
Hier das vollständige Programm für die Filmreihe.
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