Vernissage: "Grafik aus Chile" 
Donnerstag, September 5, 2013, 14:57 - Kultur & Lektüre




Chile ist bekannt für seine interessante Geschichte im Bereich Grafik Design sowie den Künstlerpersönlichkeiten aus der Grafikszene. Diesem Thema widmet sich eine Ausstellung in der Chilenischen Botschaft, die Werke von insgesamt 30 Künstlern präsentiert. Anlass der Schau ist die Hommage zum 80. Geburtstag von Hernando León – einem künstlerischen Multitalent. Zu seinem Werk gehören Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Installationen, Performances und Filme.

León ist vor allem auch in Deutschland bekannt. Während der Pinochet-Diktatur emigrierte er 1974 in die DDR und begann dort eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Dresden. Außerdem entwarf er Bühnenbilder für Brechts „Mutter Courage“ im Nationaltheater Weimar (1976), für „La Traviata“ in der Oper Quito (1986) und für „Die Zauberflöte“ am Theater Junge Generation Dresden (1987). Neben Ausstellungen entstanden Wandbilder in Weimar, Bautzen, Schwerin und Dresden. Zusätzlich reiste und arbeitete er an verschiedenen Orten Europas und Lateinamerikas, ohne in sein Heimatland zurückzukehren.

Die Veränderungen von 1989 in der DDR (Fall der Mauer) und in Chile (Ende der Pinochet-Diktatur) wurden erneut zum Wendepunkt in Leóns Leben. Es entstanden die Performance „ABAO A QU“ und die letzte Installation mit seinen Kollegen und Studenten am Mahnmal der Frauenkirche in Dresden, eine Aktion gegen den ersten Irak-Krieg. 1992 kündigte er seine Lehrstelle an der HfBK, um freiberuflich arbeiten zu können.

Im Jahre 1996 erwarb er das „AtelierHaus“ in Pirna bei Dresden und richtete es für sich und andere Künstler als Atelier- und Ausstellungsort her. Es folgten Ausstellungen vorrangig in Pirna, Dresden und Berlin. Ebenso nahm er seit der Redemokratisierung am kulturellen Leben Chiles teil. Er realisierte soziokulturelle Projekte und stellte seine Bilder in Santiago, Valdivia, Chillán, Concepción und Antofagasta aus. Für Chillán und Yungay malte er Wandbilder und gründete das Museo Internacional de la Gráfica Contemporánea de Chillán (Internationales Museum der Grafik), das er auch leitet. León lebt in Dresden, Pirna und Santiago. (Quelle: Wikipedia)

Die Vernissage findet am Dienstag, 10. September 2013, 19 Uhr im Chile-Saal in den Räumlichkeiten der Chilenischen Botschaft, Mohrenstraße 42, 10117 Berlin, statt. Ausstellungsdauer: Mittwoch, 11. September bis Freitag, 1. Oktober 2013. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13:00 bis 17:00 Uhr.





Der Künstler Hernando León.
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Vernissage: "Grafik aus Chile" 
Donnerstag, September 5, 2013, 14:32 - Kultur & Lektüre


Chile ist bekannt für seine interessante Geschichte im Bereich Grafik Design sowie den Künstlerpersönlichkeiten aus der Grafikszene. Diesem Thema widmet sich eine Ausstellung in der Chilenischen Botschaft, die Werke von insgesamt 30 Künstlern zeigt.
Anlass der Schau ist die Hommage zum 80. Geburtstag von Hernando León – einem künstlerischen Multitalent. Zu seinem Werk gehören Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Installationen, Performances und Filme.

León ist vor allem auch in Deutschland bekannt. Während der Pinochet-Diktatur emigrierte er 1974 in die DDR und begann dort eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Dresden. Außerdem entwarf er Bühnenbilder für Brechts „Mutter Courage“ im Nationaltheater Weimar (1976), für „La Traviata“ in der Oper Quito (1986) und für „Die Zauberflöte“ am Theater Junge Generation Dresden (1987). Neben Ausstellungen entstanden Wandbilder in Weimar, Bautzen, Schwerin und Dresden. Zusätzlich reiste und arbeitete er an verschiedenen Orten Europas und Lateinamerikas, jedoch ohne in sein Heimatland zurückzukehren.

Die Veränderungen von 1989 in der DDR (Fall der Mauer) und in Chile (Ende der Pinochet-Diktatur) wurden erneut zum Wendepunkt in Leóns Leben. Es entstanden die Performance „A BAO A QU“ und die letzte Installation mit seinen Kollegen und Studenten am Mahnmal der Frauenkirche in Dresden, eine Aktion gegen den ersten Irak-Krieg. 1992 kündigte er seine Lehrstelle an der HfBK, um freiberuflich arbeiten zu können.

Die Vernissage findet am Dienstag, den 10. September 2013, um 19:00 Uhr
im Chile-Saal in den Räumlichkeiten der Chilenischen Botschaft, Mohrenstraße 42, 10117 Berlin, statt. Ausstellungsdauer: Mittwoch, den 11. September bis Freitag, den 01. Oktober 2013. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 13:00 bis 17:00 Uhr.

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Rodolfo Guzman steht für die Neue Chilenische Küche 
Donnerstag, November 1, 2012, 18:36 - Culinaria & Wine


Rodolfo Guzman mag es eher bodenständig: "Es geht um Produkte, nicht um Techniken."


“Wir kochen mit Zutaten, die Sie wahrscheinlich noch niemals im Leben probiert haben”, sagt Rodolfo Guzman, Küchenchef des chilenischen Restaurants “Borega” in Santiago. Der Spitzenkoch will die chilenische Küche erneuern – und lässt sich dabei von der kulinarischen Geschichte des Landes inspirieren, und von dem Wissen der Mapuche, Chiles Ureinwohnern. So verwendet er außschließlich endemische Zutaten, also alles, was in Chile selbst wächst. Ob Pilze aus den Anden, Maquí-Beeren aus Patagonien oder Jakobsmuschlen aus dem Pazifik. “Unsere Küche provoziert”, so Guzman am Rande eines Galadinners In Hamburg, seiner Deutschland-Premiere.

Vor knapp fünf Jahren eröffnete der gelernte Biochemiker sein Restaurant in Santiago. Der Anfang war schwer. “Wir haben eine Durststrecke hinter uns, und ich hatte zwischendurch auch schon mal überlegt, mit dem Restaurant wieder aufzuhören”. Doch vor rund einem Jahr, als ausländische Gastrokritiker auf sein ungewöhnliches Konzept aufmerksam wurden, gelang ihm auch in Chile der Durchbruch. Mit Maquí-Beeren auf Jakosbsmuscheln und Roter Beete, oder Eis mit echten Veilchen.

Die kulinarische Szene in Chile entwickelt sich derzeit sehr stark. Viele Jahre lang kopierten die Küchenchefs zumeist Vorbilder aus Europa und den USA. Doch in den vergangenen Jahren, mit einer signifikant wachsenden Wirtschaft, ist auch das nationale Selbstbewusstsein in punkto Kulinaria gewachsen.

Chile verfügt über 23 von 24 Klimazonen auf unserem Globus, Früchte, Gemüse und Meerestiere gibt es in reichhaltiger Auswahl und guter Qualität in dem langen, schmalen Landstrich. “Anders als in Europa kennen wir noch gar nicht alles, was hier wächst und vorkommt”, so Rodolfo Guzman. Woche für Woche reist er mit seinem Team durch das Land um Beeren und Pilze zu sammeln. Ob in den Anden, in Patagonien oder in der Atacama-Wüste.

Im Borago gibt es ein ständing wechselndes “Menu Endémica”, in dem die saisonalen Produkte verarbeitet werden, und zwar nur solange sie in der Natur zu finden sind.

http://www.youtube.com/watch?v=Ga-vASl0APs

http://www.borago.cl



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"La Capitana" – Elsa Osorio liest in Berlin 
Dienstag, Januar 17, 2012, 16:26 - Kultur & Lektüre

Elsa Osorio. Foto: Suhrkamp.


Einem breiteren deutschen Publikum bekannt wurde die Schriftstellerin Elsa Osorio aus Argentinien, Jahrgang 1952, durch ihren Roman "Meine Name ist Luz" (auf deutsch erschienen 2000), in dem eine junge Frau die schmerzhafte Geschichte der Zwangsadoption in der argentinischen Militärdiktatur aufarbeitet.

Nun stellt die Schriftstellerin aus Buenos Aires, die auch viele Jahre in Madrid lebte, ihr neuestes Werk vor, "Die Capitana" (Insel Suhrkamp, Dezember 2011), und zwar im Berliner Instituto Cervantes (Dienstag, 24. Januar, 19.30 Uhr – Lesung und Gespräch auf Spanisch und Deutsch).

Den historischen Hintergrund der Geschichte bildet der bevorstehende spanische Bürgerkrieg 1936. Protagonistin ist die argentinische Kommunistin Mika Etchevéhère, die sich dem bewaffneten Widerstand angeschlossen hat, um gegen Francos Truppen zu kämpfen. Mit der "Capitana" lässt die Autorin eine Figur der realen Geschichte wiederauferstehen und erzählt viel aus der europäischen Geschichte des Faschismus.

Beitrag Deutschlandradio:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1626586/

Website Elsa Osorio:
http://www.elsaosorio.com/
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Still Rocking: Los Jaivas – 30 Jahre später 
Freitag, Oktober 14, 2011, 13:09 - Música

Ein Bild aus früheren Tagen – anno 1976. Zu der Zeit lebte die chilenische Gruppe wegen des chilenischen Putsches in Argentinien, später, bis 1981, in Frankreich.


In alter Frische: Am Sonntag, 16. Oktober, ist die chilenische Musikgruppe (gegründet 1963!) während ihrer Europatournee in Berlin zu Gast (19 Uhr, Haus der Kulturen der Welt). Genau 30 Jahre ist es her, dass die unverwüstliche Anden-Rock-Combo ihr legendäres Album "Alturas de Macchu Piccu" (Auf den Höhen von Macchu Piccu) vor der Kulisse der imposanten Inka-Ruinenstadt in Peru einspielte.

Die (jahrhundertelang verschwundene) Ruinenstadt war erst im Jahre 1911 von einem US-amerikanischen Archäologen wiederentdeckt worden. Mitte der 40er Jahre des 20. Jahrunderts schließlich besuchte der chilenische Schriftsteller und Nobelpreisträger Pablo Neruda diese imposante Inkastadt (Cuzco). In seinen mythischen Versen und Gesängen verarbeitete er seine Eindrücke, die wiederum in oben genanntem Album von Los Jaivas musikalisch einflossen.

Die Veranstaltung am Sonntag wird begleitet von einem weiteren, noch lebenden Nobelpreisträger, Maria Vargas Llosa, der an dem Festakt teilnehmen wird.

Los Jaivas: http://www.losjaivas.net/
Haus der Kulturen der Welt: http://www.hkw.de/de/index.php
Macchu Piccu: http://www.slideshare.net/04021994/macchu-piccu-3044263


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