Donnerstag, September 9, 2010, 12:10 - Kultur & Lektüre, Travel Experience, Zeitgeschichte
GrafikNoch bis zum 30. September zeigt das Ibero-Amerika-Institut eine Retrospektive des Mapuche-Künstlers Santos Chavez. Chavez war der erste Mapuche, der Kunst an einer Hochschule studierte und mit seinen Graphiken des poetischen Realismus internationale Aufmerksamkeit erlangte, s. "Link".
Fotografie
"Landschaften am Anfang der Welt" heißt eine Gemeinschaftsausstellung von acht Fotografen, die sich der Natur und den landschaftlichen Schönheiten Chiles genähert haben. Die Bilder sind in der Galerie Lempertz, Poststr. 22 (Nähe Rotes Rathaus) zu sehen (mo-fr: 10-17 Uhr, bis 30. September)
Malerei
Die Schau "Mi Nueva Patria – Meine neue Heimat" befasst sich mit dem Einwanderungsjubiläum: "160 Jahre deutsche Migration in Chile". Die Bilder stammen von Künstlern deutscher Herkunft und sind bis zum 8. Oktober in der Chilenischen Botschaft ausgestellt (Mohrenstr. 42, 10117 Berlin-Mitte).
Ibero-Amerika-Institut
Mapuche-Künstler Santos Chavez
Kunsthaus Lempertz
Kulturprogramm Chilenische Botschaft




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Mittwoch, August 11, 2010, 08:22 - Kultur & Lektüre, Zeitgeschichte

Sowohl das Buchcover als auch der Titel der deutschen Übersetzung leiten den potenziellen Leser dieses Romans auf die falsche Fährte. Der Originaltitel heißt im Spanischen "Delirio", bei dem Buch handelt es sich um eine Art Psycho-Thriller mit zeitgeschichtlichem Hintergrund.
Die Autorin Laura Restrepo hatte sich als Journalistin in der Vergangenheit selbst häufig mit den Themen Korruption und Mafia in Kolumbien auseinandergesetzt und musste bereits mehrfach ihr Land verlassen, weil sie um ihr Leben fürchtete.
In "Land der Geister" wird vordergründig die Geschichte eines Ehepaares erzählt: Und die weitet sich dann aus auf die "extended family", auf das weitere soziale Umfeld und letztlich das ganze Land. Psychische Ausnahmzustände sind in Restrepos Universum eindeutig ansteckend. Der Plot: Als Aguilar nach einer viertägigen Reise zurückkehrt, findet er seine Frau Agustina völlig verstört und verrückt vor. Aguilar versucht zu rekonstruieren, was in der Zwischenzeit passiert ist. Wieso Agustina plötzlich "durchgeknallt" ist, wo doch vier Tage zuvor noch scheinbar alles in Ordnung war – jedenfalls aus Aguilars Sicht, Die verwickelte und tragische Familiengeschichte ist ein Spiegelbild der Situation Kolumbiens.
Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder. Dadurch entstehen vielschichte Persönlichkeitsporträts. Wie bei einem Puzzle muss man sich den Zusammenhang der Geschichte nach und nach erschließen. Und wird immer mehr in den Bann gezogen. Spannend, erleuchtend, lesenswert !
Sammlung Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten.
€ 9,00 [D]
ISBN: 978-3-630-62173-9
Mittwoch, Juni 30, 2010, 13:23 - Travel Experience, Zeitgeschichte
Autor Mirko Lowitsch berichtet in der taz vom 24.06. 2010 (Reise), wie die Hauptstadt Santiago begonnen hat, sich ihrer politischen Vergangenheit zu stellen. ".... Wir sind im touristischen Stadtviertel París-Londres. Auf dem Gehweg bleiben Passanten stehen, sie schauen auf Metallplaketten im Kopfsteinpflaster, lesen Namen - Carlos Alberto Cuevas Moya, 21 Jahre, Kommunistische Partei, Alejandro Arturo Parada González, 22 Jahre, Sozialistische Partei. Es sind Stolpersteine. Sie sollen an die 96 Menschen erinnern, die in den ersten Jahren der Pinochet-Diktatur hier in der Calle Londres 38 festgehalten, gefoltert und ermordet wurden. "Das Haus war bis zum Staatsstreich 1973 Sitz der Sozialistischen Partei und danach wurde es von der Geheimpolizei als Haft- und Folterzentrum genutzt", sagt Francisca Herrera Crisan. Die Historikerin führt Touristen auf den Spuren der Pinochet-Diktatur durch Santiago.
"...Wir gehen durch die Altstadt zum Präsidentenpalast La Moneda. Es ist das politische Zentrum Santiagos - und der symbolischste Ort für den Staatsstreich vom 11. September 1973. Es war ein Dienstag, gegen Mittag kamen Flugzeuge aus dem Norden und bombardierten den Präsidentenpalast. Der drei Jahre zuvor gewählte Präsident Salvador Allende Gossens kam noch am selben Tag ums Leben, er soll sich erschossen haben, doch der Selbstmord ist umstritten. General Augusto Pinochet riss als Vorsitzender der Militärjunta die Macht an sich.""
Museo de la Memoria:
http://www.museodelamemoria.cl/
Montag, November 9, 2009, 18:57 - Zeitgeschichte
Margot Honecker, Witwe des Ex-DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, die in Chile lebt, hat auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR immer noch nichts dazugelernt:http://www.youtube.com/watch?v=K6joXVjrHwQ
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