Dienstag, Februar 28, 2006, 16:37 - Kultur & Lektüre
Für alle, die Chile erstmals bereisen möchten, kann ich Sara Wheelers Buch empfehlen: Unterwegs in einem schmalen Land. Eine Frau bereist die extremen Landschaften Chiles. Sierra, Frederking & Thaler, 2002. ISBN 3-89405-157-4. € 12.- Ein persönlich gefärbter Bericht mit gut recherchiertem Hintergrund von der britischen Reisejournalistin.



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Dienstag, Februar 28, 2006, 16:34 - Travel Experience

Nur nach 6-stündiger Katamaran-Tour durch die Fjorde zu sehen. Startpunkt ist Puerto Chacabuco, der Fischereihafen im Süden
Dienstag, Februar 28, 2006, 14:20
Antarktis für Anfänger & Armchair-Traveller:* Frank Hurley war der Fotograf an Bord der Endurance in Shackletons Team, der die Polar-Expedition und den Fortgang ihres Scheiterns mit seinen Shots dokumentierte. Heute sind die Bilder im Besitz der Royal Geographic Society's Picture Library bzw. beim Scott Polar Research Institute der Cambridge University archiviert. Autorin Caroline Alexander hat die Fotografien in Deutschland erstmals 2002 in einem beachteten Bildband veröffentlicht: "Die Endurance. Shackletons legendäre Expedition in die Antarktis. Berliner Taschenbuch Verlag, € 12,90. (Originalausgabe 1998).
* "Terra Incognita" heißt das Buch von Sara Wheeler (Frederking & Thaler, € 12). Die britische Reisejournalistin hat ihren Trip in die Antarktis zu einem gut recherchierten Fast-500-Seiten-Travelogue verarbeitet (mit umfangreicher Bibliographie zur Antarktis-Geschichte).
Dienstag, Februar 28, 2006, 14:10 - Culinaria & Wine

...ist die Geschichte einer Verwechslung. Für Laien: "Carmenère" ist der Name einer Rebsorte, die früher im Bordelais angebaut wurde, heute aber in der "Alten Welt" gar nicht mehr anzutreffen ist. Ein Grund: Die Reblaus vernichtete die Bestände. Mitte des 19. Jahrunderts unterdessen importierten chilenische Agraunternehmer Weinpflanzen aus Europa. "Die Rebsortenkunde steckte noch in den Kinderschuhen, ähnlich aussehende Pflanzen Pflanzen wurden als ein und dieselbe Sorte deklariert", präzisiert Weinkenner David Schwarzwälder. "Und was bei den roten Setzlingen nicht Cabernet Sauvingnon war, wurde ganz einfach als Merlot gehandelt." Erst 1994 entdeckte man die Verwechslung. Hinzu kommt: Carmenere braucht viel Sonne, war als vermeintlicher Merlot in Chile immer viel zu früh geerntet worden und hatte ein bestimmtes "kräuterig-balsamisches Aroma", so Schwarzwälder, das "also keine nationale Eigenart war, sondern von dem mehr oder minder grünen Carmenère stammte. " Heute will man Carmenere als chilenische Nationaltraube positionieren und hypen. "Carmenère ist für Chile das, was für Burgund der Pinot Noir, für Spanien der Tempranillo, für Australien der Shiraz, für Uruguay der Tannat und für Argentinien der Malbec ist. Als erstes Weingut exportierte die italienischstämmige Winzerfamilie "De Martino", seit 1934 in Chile ansässig, von der Isla de Maipu nahe Santiago (im Colchagua-Valley) die alten, neuen Carmenere-Weine. Und doch: "Die Maipu-Region ist eigentlich die beste in Chile für Cabernet Sauvignon", fügt Winemaker Felipe Müller hinzu. http://www.demartino.cl
Dienstag, Februar 28, 2006, 13:38 - Culinaria & Wine
Mapuche-Geheimnisse wollen gelüftet werden - ob für die Küche oder Hausapotheke. Die Indianer Chiles betreiben in Temuco, Concepción und Santiago eigene Apotheken, um die modernen Malaisen gehetzter Großstadtmenschen mit dem homöopathischen Wissen ihrer Vorfahren aus den Wäldern Araukariens zu kurieren. http://www.herbolaria.cl Auch aus der Restaurantszene der chilenischen Hauptstadt sind die Mapuche nicht mehr wegzudenken. Sogar Star- und Sternekoch Carlo von Mühlenbrock (30) hat die Zeichen der Zeit erkannt. Seit zwei Jahren studiert der Aufsteiger die indigenen Küchengeheimnisse; und er lud die Mapuche-Frauen bereits in seine TV-Koch-Show ein. "Die Frauen wissen, wie man Wildschweinleber mariniert", resümiert der Besitzer des Restaurants "Osadia" , wo auch die First Lady Chiles gern mal tafelt. Auch Quinoa wird hier gern genommen.
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