What's up in Buenos Aires 
Samstag, März 15, 2008, 10:56 - Cosas Queridas, Culinaria & Wine, Just So, Kultur & Lektüre, Música, Travel Experience
http://www.whatsupbuenosaires.com/wuba2/
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"Rebell aus Eis" 
Sonntag, Februar 17, 2008, 18:45 - Travel Experience
"Überall schmelzen die Gletscher. Überall? Nein. Trotz des Klimawandels wächst der Perito Moreno in Argentinien sogar", schreibt Peter Burghardt in der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/785/158361/
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Buenos Aires oder "Wo die Neurosen blühen" 
Montag, Februar 4, 2008, 10:48 - Just So
Nirgends gibt es so viele Psychoanalytiker wie in Buenos Aires. Wieso das so ist, hat eine Tagesspiegel-Journalistin untersucht. http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die- ... 55,2468404
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"Drei Briefe aus den Anden" 
Sonntag, November 11, 2007, 14:51 - Kultur & Lektüre
Literaturtipp (zu Peru) aus Die Zeit: http://www.zeit.de/2007/45/L-Fermor
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Chiles Historie als handliches Paperback 
Donnerstag, November 8, 2007, 14:38 - Kultur & Lektüre, Zeitgeschichte



Von der Urbevölkerung bis zur Unidad Popular. Von der spanischen Kolonisationszeit bis zur politischen Konsoldisierung der 90er Jahre des 20. Jahrhundert: Stefan Rinkes "Kleine Geschichte Chiles" zeichnet die Historie den Andenlandes chronologisch auf 200 Seiten nach – einschließlich der Amtszeit von Chiles aktueller Präsidentin Michelle Bachelet (s. Abbildung). Das Taschenbuch erscheint wenige Jahre vor dem "Bicentenario 2010", also 200 Jahre nach der Unabhängigkeit und versteht sich als Überblick.

Politisch ist Chile vielen Europäern zuerst wegen seiner Militätdiktatur unter General Augusto Pinochet (1973-1990) ein Begriff. Mit seinem Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende hatte sich der General – unter anderem mit Unterstützung der CIA – inthronisiert und damit das dunkelste Kapitel der chilenischen Geschichte eingeleitet.

Stefan Rinke lehrt lateinamerikanische Geschichte an der Freien Universität Berlin. In seiner "kleinen Geschichte" beleuchtet er zum Beispiel die gesellschaftlichen Veränderungen zwischen 1930 bis 1970, zeigt die wichtigsten Themenstränge, die mehr oder weniger gescheiterten Soziareformen. Also alles, was sehr langfristig zu einer immer größeren Polarisierung der chilenischen Bevölkerung führte und sich 1970 schließlich im Putsch entlud.

Stichworte dieser 30er bis 70er Jahre sind: Strukturwandel und Industrialisierung, das Entstehen der Mittelschicht, die Landfucht armer Menschen, die Hunger und städtische Slums mit sich brachte. Schon seit 1910 löste der nordamerikanische Way of Life die bis dato existierenden Vorbilder aus Preußen ab, auch in punkto Militär und Wirtschaft. Rinke beschreibt, was Historiker aus heutiger Sicht als "Staat der Kompromisse" beschreiben. Sozialreformen und politische Maßnahmen wurden in Chile während dieser Zeit (1930 bis 1970) immer nur halbherzig und inkonsequent umgesetzt. Das habe langfristig dazu beigetragen, die Spaltung der chilenischen Gesellschaft peu à peu voranzutreiben.

Ein Beispiel dafür sind die Agrarreformen. Schon 1962 hatte die Regierung brach liegendes Land aufgekauft – zwecks Umverteilung. Nachdem der erste Schritt jedoch kaum nennenswerte Erfolge in der Armutsbekämpfung mit sich brachte, gab es 1967 eine regelrechte Enteignung von Großgrundbesitzern. Hierfür war sogar eine Verfassungsänderung nötig. Diese Enteingung heizte das bereits angespannte politische Klima weiter an. Schließlich, unter Salvador Allende, enteignete die Unidad Popular bis 1973 rund 6,4 Millionen Hektar Boden. "Die überkommenen Besitzstrukturen auf dem Land gehörten damit der Vergangenheit an", schreibt Rinke. "Umstritten blieb, wie man mit dem enteigneten Land verfahren sollte. Die radikalen Unidad-Popular-Anhänger forderten die Einrichtung von Staatsbetrieben nach dem Vorbild von Sowchosen...." Die Spaltung der chilenische Gesellschaft war damit komplett....

Das Taschenbuch aus der beck'schen Reihe ist spannend zu lesen, unprätenziös und bietet einen guten landeskundlichen Überblick über die Entwicklungsstränge in Kultur, Gesellschaft, Politik. Sehr geeignet als Einführung, um die chilenische Gesellschaft besser zu verstehen. Eine recht umangreiche Bibliographie hilft allen, die tiefer ins Thema einsteigen möchten.

Stefan Rinke. Kleine Geschichte Chiles. beck'sche Reihe 1776. München, 2007. ISBN 9-783406548048. € 12,95

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