Rettungskapsel aus der Atacama-Wüste in Bochum zu sehen 
Montag, Mai 16, 2011, 10:52 - Just So

"Fénix 1" heißt die Wunderkapsel, mit der die 33 verschütteten Bergleute im vergangenen Oktober in der Atacama-Wüste gerettet wurden. Sie ist nun die Hauptattraktion in der Ausstellung "Schätze der Anden, Chiles Kupfer für die Welt", die derzeit im Bergbaumuseum in Bochum gezeigt wird.

Thematisch dreht sich die Schau um die Bedeutung des Kupfers für die Menschheit; Chile besitzt die weltweit größten Kupfervorkommen. Die Ausstellung entstand daher – wen wundert's – in Zusammenarbeit mit Codelco (Corporación Nacional del Cobre Chile), der weltweit größten Kupfermine, die zu 100% dem chilenischen Staat gehört.

Die Ausstellung läuft bis zum 12. Februar 2012 und ist mit einem umfangreichen Begleitprogramm versehen (Filme, Vorträge, spezielle Führungen).


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Berlinale-Empfang mit Filmpreis und Pisco 
Mittwoch, Februar 16, 2011, 08:26 - Just So
Zwischen Pisco und einem fliegenden Büffet trafen sich Medienleute, Cinéasten und Chilefans im Ballroom des Hotel Ritz Carlton am Potsdamer Platz, um die neuesten Trends auszuloten.


Mocito-Regisseure Marcela Said und Jean de Certeau


"El Mocito" (The Young Butler), der Film der Regisseure Marcela Said und Jean de Certeau, ist ein aktueller Berlinale-Beitrag aus Chile (Info s. Link unten). Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte eines Mannes, der als Jugendlicher von 14 Jahren nach Santiago kam, um sich in den Dienst von Pinochets Folterern stellte und heute Vergebung sucht. Er war zu involviert, um heute als Opfer zu gelten – zu jung, um als Täter dazustehen.



Produzent Adrian Solar (re.) mit Sohn Nicolas

Eine Auszeichnung der besonderen Art, den Goya (Spanien) für den besten ausländischen Film erhielt der Streifen "La Vida de Los Peces" (s. Link unten) von Regisseur Matías Bizet. Produzent Adrian Solar nahm den Preis auf der Berlinale entgegen.



Sergio Correa, Journalist bei RBB-Online (Funkhaus Europa) und Mónica Cuevas Urizar, Pressereferentin der Chilenischen Botschaft in Berlin

Links

http://www.berlinale.de/external/de/fil ... 113067.pdf
http://www.mannheim-filmfestival.com/T_ ... _los_peces


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Filmtipp: "Tetro" handelt von krasser Vater-Sohn-Rivalität 
Donnerstag, Januar 20, 2011, 23:06 - Just So



Francis Ford Coppola: "Was, den gibt's noch?" – Und wie! Sein aktueller Film Tetro handelt von einer neurotischen, destruktiven Familiengeschichte, in der es um Identitätsfindung und Abnabelung geht. Und welcher Ort könnte dafür eine bessere Kulisse abgeben als Buenos Aires...

Die metaphorische Eingansszene – Nahaufnahme einer hell erleuchteten Glühbirne mit einer wild verzweifelt tanzenden Motte – fasst das Thema des Filmes treffend zusammen. Der Vater, ein berühmter Operndirigent, überschattet mit seiner übermächtigen Aura die Familie, besonders den sensiblen Angelo alias Tetro, der mit seinen kreativen Talenten als Romanautor den Durchbruch ersehnt und sich aus Selbstschutz komplett von der Familie losgesagt hat. "In dieser Familie gibt es nur Platz für EIN Genie!" hatte der egomanische Patriarch, gespielt von Klaus Maria Brandauer, seinem Sohn zuvor erklärt, den er auch in anderen Hinsichten ausbremst. Tetro (Vincent Gallo) versucht, dem Bannstrahl des Alten zu entkommen.... Dafür hat er sogar seinen ursprünglichen Namen Angelo abgelegt.

Ein starker Film, interessante Verwicklungen, kühl-romantische Schwarzweiss-Fotografie, beeindruckend komponiert. Ein Streifen, der mehrere Tage nachwirkt. Sehenswert!

http://www.youtube.com/watch?v=XJ_XTIsMKig

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Nobelpreis: Hommage an Mario Vargas Llosa 
Sonntag, Dezember 5, 2010, 11:22 - Just So



Zu meinem Lieblingsbüchern von Mario Vargas Llosa (von den wenigen, die ich überhaupt von ihm gelesen habe), gehören Tante Julia und der Kunstschreiber und der Kriminalroman Tod in den Anden.

In dieser Woche bietet das Berliner Instituto Cervantes eine gute Gelegenheit, ein kleines bisschen mehr aus dem umfangreichen Werk des peruanischen Schriftstellers kennenzulernen. Am kommenden Donnerstag, 9. Dezember, gibt es um 20 Uhr eine Lesung – eine "Hommage" aus Anlass des diesjährigen Nobelpreises, der Vargas Llosa am Freitag in Oslo verliehen wird.

Die Literaturlesung ist zweisprachig gestaltet (und jeweils mit Simultanübersetzung versehen). Die deutschen Texte liest die Schauspielerin Anna Thalbach.

Eintritt frei; Anmeldung unter kultur@cervantes.de


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Havaianas: Siegeszug einer Gummisandale 
Montag, November 29, 2010, 14:14 - Just So


Eins gleich vorweg: Der Wetterbericht für Rio de Janeiro, wo Quasi-Barfußlaufen unbedingt Sinn macht, meldet gerade 27 Grad und "clear skies".

Im novembrigen Berlin hingegen – wo Strandbars geschlossen sind und bloß Glühweinbuden und Würstchenstände ins Freie einladen – kann bereits der ANBLICK einer schnöden Gummisandale echtes Fernweh auslösen.

Was in den 80ern noch recht unprätentiös unter "Badeschlappen" firmierte und in etwa den Sex-Appeal einer blau-weiß-gemusterten "Adilette" besaß, wurde schon während der 90er Jahre immer öfter "Flipflops" umbenannt (auch hierzulande cool).

Inzwischen ist die Modewelle eine Umdrehung weitergeschwappt: Wer also hip ist und modisch mitsurft, dem geht der Begriff "Havaianas" besonders leicht von den Lippen. So heißen die Gummilatschen in und aus Brasilien, und sie sind dort ein wahrer Kult. Ganze Shops haben sich auf Havaianas in allen Farben, Mustern, Ausprägungen spezialisiert – ob im Indien-Look, mit Strass-Perlen oder aufwändiger Massage-Sohle.

Die gute Nachricht: Einige der lustigen Exemplare sind auch im deutschen Online-Shop zu bestellen. Die schlechte Nachricht: Ein Paar kostet mindestens dreimal so viel wie in den Flagship-Stores von Sao Paulo oder Rio.

Wer dennoch auf der Suche nach einem hippen adventlichen Mitbringsel oder einem Weihnachtsgeschenk mit sommerlicher Anmutung ist, wird hier fündig. Trost: Auch für die Berliner Indoor-Pools and Wellness-Tempel benötigt man das angemessene Schuhwerk! Wer will da schon an die Copa Cobana.

Auch ohne Havaiana-Kauf: Allein das Surfen auf dieser wunderschönen, verspielten Website macht Spaß! http://www.havaianas.com/


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