"La Capitana" – Elsa Osorio liest in Berlin 
Dienstag, Januar 17, 2012, 16:26 - Kultur & Lektüre

Elsa Osorio. Foto: Suhrkamp.


Einem breiteren deutschen Publikum bekannt wurde die Schriftstellerin Elsa Osorio aus Argentinien, Jahrgang 1952, durch ihren Roman "Meine Name ist Luz" (auf deutsch erschienen 2000), in dem eine junge Frau die schmerzhafte Geschichte der Zwangsadoption in der argentinischen Militärdiktatur aufarbeitet.

Nun stellt die Schriftstellerin aus Buenos Aires, die auch viele Jahre in Madrid lebte, ihr neuestes Werk vor, "Die Capitana" (Insel Suhrkamp, Dezember 2011), und zwar im Berliner Instituto Cervantes (Dienstag, 24. Januar, 19.30 Uhr – Lesung und Gespräch auf Spanisch und Deutsch).

Den historischen Hintergrund der Geschichte bildet der bevorstehende spanische Bürgerkrieg 1936. Protagonistin ist die argentinische Kommunistin Mika Etchevéhère, die sich dem bewaffneten Widerstand angeschlossen hat, um gegen Francos Truppen zu kämpfen. Mit der "Capitana" lässt die Autorin eine Figur der realen Geschichte wiederauferstehen und erzählt viel aus der europäischen Geschichte des Faschismus.

Beitrag Deutschlandradio:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1626586/

Website Elsa Osorio:
http://www.elsaosorio.com/
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Still Rocking: Los Jaivas – 30 Jahre später 
Freitag, Oktober 14, 2011, 13:09 - Música

Ein Bild aus früheren Tagen – anno 1976. Zu der Zeit lebte die chilenische Gruppe wegen des chilenischen Putsches in Argentinien, später, bis 1981, in Frankreich.


In alter Frische: Am Sonntag, 16. Oktober, ist die chilenische Musikgruppe (gegründet 1963!) während ihrer Europatournee in Berlin zu Gast (19 Uhr, Haus der Kulturen der Welt). Genau 30 Jahre ist es her, dass die unverwüstliche Anden-Rock-Combo ihr legendäres Album "Alturas de Macchu Piccu" (Auf den Höhen von Macchu Piccu) vor der Kulisse der imposanten Inka-Ruinenstadt in Peru einspielte.

Die (jahrhundertelang verschwundene) Ruinenstadt war erst im Jahre 1911 von einem US-amerikanischen Archäologen wiederentdeckt worden. Mitte der 40er Jahre des 20. Jahrunderts schließlich besuchte der chilenische Schriftsteller und Nobelpreisträger Pablo Neruda diese imposante Inkastadt (Cuzco). In seinen mythischen Versen und Gesängen verarbeitete er seine Eindrücke, die wiederum in oben genanntem Album von Los Jaivas musikalisch einflossen.

Die Veranstaltung am Sonntag wird begleitet von einem weiteren, noch lebenden Nobelpreisträger, Maria Vargas Llosa, der an dem Festakt teilnehmen wird.

Los Jaivas: http://www.losjaivas.net/
Haus der Kulturen der Welt: http://www.hkw.de/de/index.php
Macchu Piccu: http://www.slideshare.net/04021994/macchu-piccu-3044263


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Chile für Cinéasten in Berlin 
Donnerstag, September 1, 2011, 08:06 - , Kultur & Lektüre

Neues chilenisches Kino: Ab kommendem Montag, 5. September, zeigt das Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz wöchentlich jüngere Produktionen aus dem Andenland. Auftakt bildet "Post Mortem" von Regisseur Pablo Larrain. Der preisgekrönte Film befasst sich mit der Militärdiktatur. Schauplatz ist das Leichenschauhaus des Militärkrankenhauses von Santiago, wo nach dem Tag des Putsches Dutzende von Leichen untergebracht werden müssen. Statt sich für die Herkunft der Leichen zu interessieren, verliebt sich der Protagonist in seine Kollegin – und wird auf diese Weise in die Politik des Landes involviert. Auch im Programm: "El Mocito" ist die Geschichte über Pinochets Dienstjungen, der sich als Erwachsener seiner Biografie stellt. – Aber auch eine romantische Komödie, abseits von Vergangenheitsbewältigung, wird gezeigt. Die Filmreihe, die in Zusammenarbeit mit der Chilenischen Botschaft und dem Instituto Cervantes entstand, läuft bis zum 28. September.

Hier das vollständige Programm für die Filmreihe.
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Sulle Rive del Tango: "Schwerelos" 
Sonntag, Juni 12, 2011, 22:43 - , Kultur & Lektüre
Boris Kovac Orchestra: "Begin" – Dies ist eines der Tangostücke auf der sehr schönen Mix-CD
"Sin Gravedad" von Sulle Rive del Tango Auch dabei: Element of Crime mit "Carla"
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Merquén: Das Gewürz der Mapuche 
Montag, Juni 6, 2011, 14:40 - Culinaria & Wine

Foto: Publitz/Chile



Ein rotes, scharf und leicht rauchig duftendes Pulver – das ist Merquén, das Wundergewürz der Mapuche-Indianer im südlicheren Chile (z.B. Temuco). Schon eine kleine Messerspitze verfeinert selbstgemachte Pasta-Saucen, Salate, Gemüse, Fisch und Fleisch und verleiht den Speisen eine ungewöhnliche, besondere, eigenwillig leckere Geschmacksnote. Da meine Vorräte dieser quasi süchtig machenden Substanz sich aufgebraucht hatte, kam ein kleines Präsent von Freunden aus Chile gerade recht ...

Dabei besteht Merquén schlicht aus Chili-Schoten der Sorte "Cacho de Cabra", zu deutsch Ziegenhorn. Diesen Namen tragen die Früchte nur ihrer Form wegen. Diese Chili-Cachos werden zunächst geräuchert, dann im Möser zermahlen und mit Koriandersamen und ein wenig Salz vermischt.

Auch zum Grillen eignet sich Merquén vorzüglich – wie schon der geschwungene Schriftzug auf dem aus Santiago mitgebrachten Gläschen mit dem Namen "Merquén Parrillero" verrät. (Parrilla sind die südamerikanischen Riesengrills-/Grillfeste) – In Deutschland ist das scharfe Pulver in Online-Geschäften sowie in diversen Bioläden erhältlich.

Ein Pisco Sour vorweg darf natürlich nicht fehlen! http://www.chilecita.net/index.php?entr ... 225-121449

Guten Appetit! Que aprovechen!


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