Nobelpreis: Hommage an Mario Vargas Llosa 
Sonntag, Dezember 5, 2010, 11:22 - Just So



Zu meinem Lieblingsbüchern von Mario Vargas Llosa (von den wenigen, die ich überhaupt von ihm gelesen habe), gehören Tante Julia und der Kunstschreiber und der Kriminalroman Tod in den Anden.

In dieser Woche bietet das Berliner Instituto Cervantes eine gute Gelegenheit, ein kleines bisschen mehr aus dem umfangreichen Werk des peruanischen Schriftstellers kennenzulernen. Am kommenden Donnerstag, 9. Dezember, gibt es um 20 Uhr eine Lesung – eine "Hommage" aus Anlass des diesjährigen Nobelpreises, der Vargas Llosa am Freitag in Oslo verliehen wird.

Die Literaturlesung ist zweisprachig gestaltet (und jeweils mit Simultanübersetzung versehen). Die deutschen Texte liest die Schauspielerin Anna Thalbach.

Eintritt frei; Anmeldung unter kultur@cervantes.de


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Havaianas: Siegeszug einer Gummisandale 
Montag, November 29, 2010, 14:14 - Just So


Eins gleich vorweg: Der Wetterbericht für Rio de Janeiro, wo Quasi-Barfußlaufen unbedingt Sinn macht, meldet gerade 27 Grad und "clear skies".

Im novembrigen Berlin hingegen – wo Strandbars geschlossen sind und bloß Glühweinbuden und Würstchenstände ins Freie einladen – kann bereits der ANBLICK einer schnöden Gummisandale echtes Fernweh auslösen.

Was in den 80ern noch recht unprätentiös unter "Badeschlappen" firmierte und in etwa den Sex-Appeal einer blau-weiß-gemusterten "Adilette" besaß, wurde schon während der 90er Jahre immer öfter "Flipflops" umbenannt (auch hierzulande cool).

Inzwischen ist die Modewelle eine Umdrehung weitergeschwappt: Wer also hip ist und modisch mitsurft, dem geht der Begriff "Havaianas" besonders leicht von den Lippen. So heißen die Gummilatschen in und aus Brasilien, und sie sind dort ein wahrer Kult. Ganze Shops haben sich auf Havaianas in allen Farben, Mustern, Ausprägungen spezialisiert – ob im Indien-Look, mit Strass-Perlen oder aufwändiger Massage-Sohle.

Die gute Nachricht: Einige der lustigen Exemplare sind auch im deutschen Online-Shop zu bestellen. Die schlechte Nachricht: Ein Paar kostet mindestens dreimal so viel wie in den Flagship-Stores von Sao Paulo oder Rio.

Wer dennoch auf der Suche nach einem hippen adventlichen Mitbringsel oder einem Weihnachtsgeschenk mit sommerlicher Anmutung ist, wird hier fündig. Trost: Auch für die Berliner Indoor-Pools and Wellness-Tempel benötigt man das angemessene Schuhwerk! Wer will da schon an die Copa Cobana.

Auch ohne Havaiana-Kauf: Allein das Surfen auf dieser wunderschönen, verspielten Website macht Spaß! http://www.havaianas.com/


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Argentinisches Kino vom Feinsten: "In ihren Augen" 
Sonntag, November 14, 2010, 09:38 - Just So




Dieser faszinierende Film aus Argentinien ist toll! Spannend, subtil und genre-übergreifend. Leider kam dieser Oscar-Preisträger, der bereits vor einem Jahr in Frankreich zu sehen war, erst so viel später in die deutschen Kinos.

Die Story: Ein gerade pensionierter Justizbamter aus Buenos Aires namens Benajmin Espósito (Ricardo Darin) will im Jahre 1999 zwei ungelöste Themen seiner (beruflichen) Vergangenheit zu einem Roman verarbeiten und so alles klären: eine brutale Vergewaltigung mit Mord, die niemals zufriedenstellend bis zu Ende untersucht wurde. Und: die ebenfalls ungelöste Liebesgeschichte zu seiner Ex-Vorgesetzten Irene Menéndez-Hastings (Soledad Villamil), die allerdings noch nicht pensioniert ist.

Hier stimmt alles: Charakterporträts, Fotografie, Musik. Der Film überrascht zudem mit einem sehr ungewöhnlichen Ende! Ein echter Klassiker. Sehenswert.

Der Trailer zum Film: http://www.youtube.com/watch?v=0cNd1OIp808
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TAM-Luftfahrtmuseum in Brasilien würdigt Pioniere 
Mittwoch, November 3, 2010, 12:24 - Just So, Travel Experience



In Brasilien firmiert er unter "Comandante Rolim": Rolim Adolfo Amaro (1942-2001) gehört zu den renommiertesten Luftfahrtuntrnhemern des Landes. Mit seiner Pilotenlizenz gründete er zunächst ein kleineres Luftfahrt-Unternemen, später die brasilianische Airline TAM. "Comandante Rolim" wurde mit einem Luftfahrtmuseum in Sao Carlo im Bundesstaat Sao Paulo geehrt, das nun – mit überarbeitetem Konzept – wieder eröffnet wurde. Auf 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche finden Aficionados zahlreiche Liebhaberstücke, zum Beispiel Oldtimer wie die Cessna 195 B, Piper PA-12 "Super Cruiser", Neiva L-42 Regente oder Curtiss-Robin C2. Auch dem brasilinaischen Luftfahrtpionier Alberto Santos Dumont, nach dem unter anderem ein Flughafen in Rio benannt wurde, ist eine Sektion gewidmet. Für Liebhaber mit schmalem Geldbeutel oder knappem Zeitbudget bietet der itune-Store zum Trost Apps fürs iphone an.


Links
http://www.museutam.com.br/
http://www.independent.co.uk/news/obitu ... 29235.html
http://itunes.apple.com/us/app/museu-ta ... 02985?mt=8
http://itunes.apple.com/br/app/14-bis-s ... 02144?mt=8
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San Expedito, Superman unter den Heiligen, löst Probleme in Echtzeit 
Dienstag, September 14, 2010, 08:29 - Just So
Der Heilige "Speedy", Patron der dringlichen Angelegenheiten.


Er ist schneller als "Federal Express", die Notfall-Ambulanz oder der Fleurop-Blumenservice, wenn es darum geht, dringende Wünsche möglichst schnell zu erfüllen und Menschen aus misslichen Situationen zu befreien. Unter allen Heiligen in Chile ist San Expedito der Superstar. In Viña del Mar an der Pazifikküste wurde ihm eine eigene Kapelle gewidmet. Sogar aus Facebook wird er verehrt. Aktuell ist der Express-Patron vor allem in Zusammenhang mit dem Unfall der verschütteten Bergleute in der Atacama-Wüste im Norden des Landes konsultiert worden.

Dabei ist seine Herkunft mehr als fragwürdig. Eine Legende besagt, dass französischen Nonnen ein Reliquienschrein ausgehändigt wurde, auf dem "Expedite" als Transporthinweis für "schnelle Auslieferung" vermerkt war. Daraus verfestigte sich der Mythos um einen Heiligen gleichen Namens. Erstmals erwähnt wird San Expedito als Feldherr einer römischen Legion in Armenien 300 v. Chr. Nichts Genaues ist jedoch gesichert; im katholischen Heiligenlexikon ist San Expedito keine offzielle Größe, sondern er wird vom Vatikan nur als lokaler Held zur spirituellen Erbauung geduldet. Daher gibt es auch keinen Feiertag im jährlichen römisch-katholischen Kalender. Nichts würde seiner Mission jeodch gerechter als – wie es geschieht – ihn sogar monatlich, an jedem 19., anzurufen.

Extrem populär in Südamerika wurde der legendäre Patron in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts während des Finanz-Crashs in Brasilien. Seitdem erfreut sich San Expedito Superstar immer größerer Beliebtheit und ist sogar schon "Showstar" von Massenverantaltungen wie Riesen-Messen an Chiles Stränden während der Sommermonate geworden. Das Motto, sogar auf flatternden Banderolen an Fluzeugen am Himmel zu lesen: "Gott macht keinen Urlaub!"

Weitere Links:

Facebook: Orte, wo San Expedito angebetet wird
http://www.sanexpedito.cl
http://www.iglesia.cl/especiales/santuarios/21.html

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